Kopfgrafik - Buch der Energie von Bernd Sternal  

39. Wärmedämmung – Bautechnik mit Tücken
 
 
 
 
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Mit Energie muss sparsam umgegangen werden – ohne Wenn und Aber. Das trifft auch auf Heizwärme in Gebäuden zu. Noch vor wenigen Jahrzehnten waren in unseren Wohnhäusern nur einzelne Räume beheizt; oftmals die Stube, und die Küche wurden durch das Kochen sowieso mit beheizt. Türen und Fenster blieben in der kalten Jahreszeit weitgehend geschlossen, um die Wärme nicht ins Freie entkommen zu lassen. Gebaut wurde mit den unterschiedlichsten Materialien, die nur eines gemein hatten: Sie waren alle natürlichen Ursprungs.
Diese Bautechniken, Türen und Fenster aus Holz, Fachwerk, 240 Millimeter Ziegelsteinwände, Decken aus Holz, Stroh, Lehm und so weiter, waren schlecht geeignet um die Wärme in den Gebäuden zu halten. Zugluft und Kältebrücken sorgten unstrittig für nicht geringe Wärmeverluste.

Da kam die Bauforschung in Zusammenarbeit mit der Bauwirtschaft auf die Idee der Wärmedämmung. Die Wärme in den Gebäuden halten, dadurch Energiekosten und natürlich Energieträger einsparen, was zusätzlich die Umwelt schont. Grundsätzlich eine gute, eine sehr gute Idee. Aber nicht immer wird eine gute Idee auch gut umgesetzt – besonders, wenn man zu viel des Guten will.

Man entwickelte Türen und Fenster aus PVC, Aluminium und Holz sowie Verbundstoffen, die keinen Luftzug mehr durchlassen und deren Scheibensysteme mehrfach isoliert sind. Weiterhin wurden Bau- und Isolierstoffe für Innen- und Außenisolierungen sowie für Dachisolierungen entwickelt. Toll – können so doch auch Häuser älterer Bauart auf modernen Isolationsstandard gebracht werden. Das kostet zwar eine ganze Menge Geld, amortisiert sich aber nach einem berechenbaren Zeitraum und dann spart man Geld und man tut was Gutes für die Umwelt und das Klima. Ist doch eine gute Sache – oder? Das dachte sich wohl auch unsere Politik, allen voran die Grünen, und sprangen auf den schon fahrenden Zug der Wärmedämmungseuphorie auf. Und da unsere Politiker immer bemüht sind uns Bürgern mittels unserer Steuern Wohltaten zukommen zu lassen, wurden gewaltige Förderprogramme aufgelegt. Wir Deutsche haben diesbezüglich eine seltsame Mentalität entwickelt: Alles was es an Förderungen von Vater Staat gibt, muss mitgenommen werden. Dabei stellen diese Subventionen immer nur einen geringen Teil der aufzubringenden Investition dar, der größere Teil muss aus eigenen Mitteln finanziert werden – zum Teil auch mit Krediten. Den Immobilienbesitzern aber wird eingeredet, wie ihre Immobilie an Wert gewinnt, durch diese Investition der Wärmeisolierung. Alle Gegenargumente werden mit der Umweltschutz- und Ressourcen-Schonungs-Keule erschlagen.

Aber wie sieht die Realität aus? Halten die vollmundigen Wärmeisolierungsversprechen das, was sie versprechen?

Ein Gebäude ist in gewisser Weise eine Art lebender Organismus. Es muss atmen können, Wärme und Kälte aufnehmen und abgeben, Feuchtigkeit aufnehmen und abgeben – es folgt chemischen und physikalischen Gesetzmäßigkeiten, die wir Menschen nicht unbegrenzt außer Kraft setzen können. Nie zuvor waren Gebäude so auf unser Wohlgefühl konzipiert wie heute. In den kalten Jahreszeiten werden alle Räume wohl temperiert, in den warmen dagegen zunehmend klimatisiert, also gekühlt. Die Folgen dieser teilweise erheblichen Temperaturdifferenzen, sind Spannungen in den Gebäuden, die durch die unterschiedlichen Ausdehnungskoeffizienten der verschiedenen verbauten Materialien entstehen. Können diese Spannungen nicht ausgeglichen werden oder aber „abfließen“, so kommt es zu Gebäudeschäden, die sich insbesondere durch Risse optisch darstellen.

Nie zuvor herrschte in den Räumen von Gebäuden auch eine Luftfeuchtigkeit wie in unseren Tagen. Es wird geduscht, gebadet, gewaschen, gespült, getrocknet, gekocht, gekühlt; wir haben Haustiere, Luftbefeuchter, Aquarien, Zimmerpflanzen. All dies gibt Feuchtigkeit in den Räumen ab, die irgendwo hin muss.  ...

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