Kopfgrafik - Buch der Energie von Bernd Sternal  

37. Energiesparendes Bauen
 
 
 
 
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Wir Menschen ziehen uns Kleidung an, um die Körperwärme – unsere Körperenergie – zu halten. Dafür gibt es heute Hightec-Textilien, die wind- und wasserdicht sind und die Körperwärme automatisch regulieren.
Energiesparendes Bauen ist da nicht so einfach. Bauwerke sind sehr komplexe Gebilde und unzählige Faktoren haben Einfluss auf seine Funktionalität. Daher wird das Bauen auch in den meisten Staaten gesetzlich geregelt. In zahlreichen Ländern gibt es außerdem spezifische Regelungen zum energiesparenden Bauen.

Dabei beinhaltet energiesparendes Bauen das gesamte Spektrum von der Baustoffherstellung, der Gebäudeerrichtung, über die Nutzung bis zur Entsorgung. Wichtige Kriterien für energiesparendes Bauen sind zum Beispiel: Sehr gute Wärmedämmung der Außenbauteile sowie Wärmeisolierung der Innenbauteile; die Kompaktheit der Gebäudeform; die Vermeidung von Wärmebrücken; Wind- und Zugdichtigkeit der Bauhülle; Dichtheit vor Wasser und Feuchtigkeit; Langlebigkeit der Baustoffe sowie eine effiziente Erzeugung von Wärmeenergie und Nutzung von Elektroenergie.

Bei Neubauten aller Art werden diese energiesparenden Faktoren weitgehend berücksichtigt, dafür sorgen die geltenden Rechtsvorschriften. Derartige Maßnahmen sind nicht nur umwelt- und ressourcenschonend, sie bringen auch wirtschaftliche Einsparungen. Dem Energiespartrend folgend, gibt es seit etwa zwanzig Jahren neben dem „konventionellen“ Haus, auch das Niedrigenergiehaus und das Passivhaus. Moderne Häuser sind heute oftmals mit viel Steuer- und Regelungstechnik ausgestattet und ein Teil der benötigten Energie kommt aus regenerativen oder nachwachsenden Rohstoffquellen.

Hat man früher kleine Fenster und Türen verbaut, um die Wärmeverluste in den Häusern so gering wie möglich zu halten, so wird heute möglichst lichtdurchflutet, mit viel Glas, gebaut. Der Internationalen Energieagentur IEA zufolge wird 19 % des weltweiten Stroms für Beleuchtung verbraucht (Stand 2008). Dem wird heute durch die genannte Bauweise, aber auch durch effiziente, energiesparende und funktionelle Beleuchtung entgegengewirkt. Aber auch die optimale Nutzung des Tageslichtes spielt dabei eine bedeutende Rolle. Dafür gibt es Heliostate, das sind Reflexionsapparate mit einem Spiegel, die das Sonnenlicht unabhängig von der Veränderung der Sonnenposition am Himmel immer auf den gleichen, ortsfesten Punkt reflektiert. Schon die alten Ägypter sollen mit Hilfe von Hand geführter Spiegel, das Sonnenlicht bis ins Innere der Pyramiden gebracht haben. Aber auch die verschiedensten Tageslichtsysteme helfen, Licht ins Dunkel zu bringen. Leider ist ein Nachrüsten solcher energiesparenden Lichtsysteme in Altbauten wirtschaftlichen fast nicht möglich. Aber es sind sicher bedeutende bauliche Maßnahmen der Zukunft, um Elektroenergie zu sparen.

Bei Altbauten dagegen ist es nicht immer leicht den Baukörper energiesparend nachzurüsten, technisch wie auch finanziell. Besonders kompliziert wird es, wenn sowohl denkmalschutztechnische, als auch energetische Aspekte zu berücksichtigen sind. Die verordnete Energiesparwut trägt dann oftmals seltsame Blüten wie nachfolgendes Bespiel zeigt.  ...

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