Kopfgrafik - Buch der Energie von Bernd Sternal  

26. Autarke Energieversorgung
 
 
 
 
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Zuerst müssen wir den Begriff Autarkie eindeutig für uns definieren, um nicht aneinander vorbei zu reden.
Autarkie kommt aus dem Griechischen und heißt Selbstgenügsamkeit und Selbstständigkeit. Wir verwenden das Wort für Selbstversorgung aus eigenen oder öffentlich zugänglichen Quellen.

Autarke Energieversorgung interessiert inzwischen sehr viele Menschen in aller Welt, Tendenz stark zunehmend. Die einen, weil sie keine andere Alternative haben, die anderen, weil sie sich unabhängig vom Monopol der Konzerne und auch des Staates machen wollen.

Erstere sind die Menschen in Entwicklungs- und Schwellenländern oder Menschen der Industrieländer, die in Regionen leben, die nicht öffentlich versorgt werden. Über die Energieversorgung in Entwicklungs- und Schwellenländern möchte ich hier keine Ausführungen machen, da dort wenig technische und finanzielle Möglichkeiten bestehen. Die Bewohner in abgelegen Regionen der Industriestaaten, zum Beispiel auf Almen und im Gebirge, fließen inhaltlich mit in die zweite Gruppe ein.

Aber was sind die Gründe, die Menschen in vollversorgten Gebieten dazu veranlassen, sich auf autarker Energieversorgung einzulassen? Ohne Energieversorgung sind wir in unserer „zivilisierten Welt“ kaum überlebensfähig. Gesetze, Regeln und Verordnungen reglementieren das Zusammenleben, bringen uns aber auch in eine gefährliche Abhängigkeit. Denn ohne Energieversorgung funktioniert nichts mehr bei uns: Keine Heizung, kein öffentlicher Verkehr und Transport, keine Nahrungszubereitung, keine Körperpflege und auch keine Kommunikation. Besonders schlimm, wenn der elektrische Strom ausfällt. Dann bricht unser ganzes öffentliches Leben zusammen. Im Winter, bei Frost und längerem Stromausfall besteht sicher sogar Lebensgefahr. Die öffentlichen Stromnetze sind so ausgelegt, das Havarien an Leitungen und bei Erzeugern, bei geringen Einschränkungen, wohl keine gravierenden Auswirkungen haben. Gleiches gilt für die Versorgung mit Gas und Kraftstoffen. Hier gibt es Reserven, die angelegt wurden und die helfen können, viele Tage und Wochen zu überbrücken. Aber es gibt auch die Gefahr großer Naturkatastrophen, die Energieversorgungssysteme zusammenbrechen lassen oder gar zerstören können. Diese Risiken sind vielfältig: Langanhaltende Kälteeinbrüche mit sehr niedrigen Temperaturen sowie viel Eis und Schnee; gewaltige Vulkanausbrüche, die für lange Zeit die Erde verdunkeln können; große Meteoriteneinschläge, Erdbeben, gewaltige Sonnenstürme, könnten solche Ereignisse sein, denen wir nichts entgegenzusetzen haben. Und dann sind da auch noch von Menschen gemachte Ereignisse: Nuklearexplosionen, Cyberkrieg, Mikrowellen-Krieg (hochenergetische Mikrowellen zerstören elektronische Bauteile und – Infrastrukturen).

Ich wohne direkt am Waldrand, aber Holz zu Wärmezwecken verheizen, kann ich nicht mehr. Fällt der Strom für die kleine Pumpe der Heizungsanlage aus, geht nichts mehr. Diese absolute Anhängigkeit verunsichert die Menschen und sie macht ihnen Angst. Absolut kritische Versorgungssituationen hatten wir bereits während der enormen Kälteperiode zum Jahresbeginn des Jahres 2012. Dass diese Engpässe mit der Abschaltung von Atomkraftwerken in Zusammenhang stehen, wird von Politik und Energiewirtschaft bestritten. Reserven standen angeblich in anderen EU-Ländern zur Verfügung – was aber wenn eine langanhaltende Kältewelle ganz Europa trifft? Strom ist nicht in Konserven zu kaufen und als Vorrat in den Keller zu stellen. Bei längerem Stromausfall in größeren Gebieten, besonders im Winter, kommt es schnell zu kritischen Situationen, besonders für alte und kranke Menschen sowie für Kinder. Alle Bestrebungen für autarke Lösungen werden ausgebremst, die Menschen beschwichtigt, aber auch schlicht hinters Licht geführt und das überall auf der Welt.

In der EU ist man besonders rigide. Umwelt- und Klimaschutz haben absolute Priorität. Da spielen die kleinen Ängste der Bürger keine Rolle. Früher mussten dazu als Argumentation das Waldsterben, das Ozonloch und heute der CO2-Treibhauseffekt herhalten. Aber dazu kommen wir später.

Fakt ist, dass die Verkaufszahlen von kleinen mobilen und stationären Notstromanlagen (Stromerzeugungsanlagen) sowie von Kaminöfen und anderen Einzelöfen für nachwachsende Rohstoffe in Europa von Jahr zu Jahr erheblich ansteigen. Dafür muss es Gründe geben und die sind nicht nur im steten Preisanstieg von Strom, Gas und Öl zu suchen, denn die Preise von nachwachsenden Rohstoffen steigen analog. Und es ist auch nicht nur der romantische Effekt von prasselnden Kaminöfen, es sind evolutionäre und psychologische Aspekte, die die Menschen dazu bewegen Vorsorge zu betreiben.  ...

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