Kopfgrafik - Buch der Energie von Bernd Sternal  

17. Energie des Wassers
 
 
 
 
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Als Wasser wird die chemische Verbindung der Elemente Sauerstoff und Wasserstoff bezeichnet. Das Wort „Wasser“ leitet sich vom althochdeutschen wazzar, „das Feuchte, Fließende“, ab. Das „Fließende“ Nass hat kinetische Energie gespeichert, die es durch seinen ständigen Kreislauf – Verdunsten - Kondensieren – Abregnen – gewonnen hat. Weitere kinetische Energie gewinnt es durch Bewegungs- und Fließabläufe. Wasser ist auf unserem Planeten schier unerschöpflich, wenn auch nicht gleichmäßig verteilt. Durch diesen genannten Kreislauf, wird im Wasser immer aufs Neue kinetische Energie erzeugt, außerdem entsteht durch Reibung Wärme. Dieser mechanische Energiefluss ist regenerativ und wird daher als regenerative Energiequelle bezeichnet.

Wasser hatte in der Entwicklung des Menschen von Anbeginn eine grundlegende Bedeutung. Wann und wie die Menschen die Wasserkraft, die auch Hydroenergie genannt wird, entdeckten und sich nutzbar machten, darüber kann nur spekuliert werden. Alte Kulturen am Nil, Euphrat, Tigris und auch am Indus haben erwiesenermaßen bereits vor 3 500 Jahren die ersten, durch Wasserkraft angetriebenen Maschinen, in Form von Wasserschöpfrädern zur Bewässerung von Feldern, eingesetzt. Auch die Römer und Griechen der Antike nutzten Wasserkraft, um Arbeitsmaschinen anzutreiben. Dann, im 3. Jahrhundert v. Chr., wurde die Archimedische Schraube erfunden, die dem griechischen Wissenschaftler Archimedes zugeschrieben und bis heute noch genutzt wird. Die Franken, die als kulturelle Erben der Römer angesehen werden können, brachten dann die Wasserkraftnutzung, in Form von Wasserrädern, auch nach Germanien. Die Nutzung der Wasserkraft revolutionierte ab dem Spätmittelalter auch den Bergbau und schuf damit die Voraussetzungen für die im 19. Jahrhundert einsetzende Industrielle Revolution. Besondere Verdienste um die Nutzung der Wasserkraft erwarb sich der englische Ingenieur John Smeaton in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Er setzte gusseiserne Grundkörper für den Mühlenbau ein, wodurch die Wasserräder statisch wesentlich mehr belastet werden konnten, was wiederum zu einer erheblichen Leistungssteigerung führte. Diese Erfindung war ein weiterer bedeutender Baustein, für die etwa fünfzig Jahre später einsetzende Industrielle Revolution. Bis zur Erfindung gas- und elektrogetriebener Arbeitsmaschinen waren diese Wasserräder die bedeutendsten Antriebsquellen und Motoren des wirtschaftlichen Aufschwungs. Dann wurde, ab Mitte des 19. Jahrhunderts, mit den Erfindungen des elektrodynamischen Generators und der isolierten elektrischen Kabel durch Werner von Siemens, das Elektrozeitalter eingeleitet. Etwa zur gleichen Zeit wurden die ersten Wasserturbinen entwickelt – die Verschmelzung von Wasserturbine und Generator führte zum Durchbruch des elektrischen Stroms, der durch die Erfindung des isolierten Kabels dann auch zu den Verbrauchern geleitet werden konnte.

Im Jahr 1880 wurde das erste Wasserkraftwerk im englischen Northumberland in Betrieb genommen und schon 1896 entstand an den Niagarafällen in den USA das erste Wasser-Großkraftwerk der Welt. Mit den Elektrizitäts-Werken Reichenhall errichtete der Holzstoff-Fabrikant Konrad Fischer das erste Wasserkraftwerk Deutschlands in Bad Reichenhall, welches am 15. Mai 1890 den Betrieb aufnahm. ...

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