Kopfgrafik - Buch der Energie von Bernd Sternal  

15. Die Jagd nach Rohstoffen
 
 
 
 
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Die Jagd und der Besitz von Rohstoffen, ist seit Menschheitsgedenken ein Grund für Kriege. Wer im Besitz begehrter Rohstoffe war, ist schnell zu Macht und Einfluss gekommen. Zuerst, weit hinein in die vorchristliche Zeit, waren es die anorganischen Rohstoffe, die Erze von Gold, Silber, Kupfer, Zinn, Blei und Eisen, die die menschliche Gesellschaft dominierten und über Reichtum und Macht oder Armut und Unterdrückung entschieden. Dies änderte sich auch über das Mittelalter kaum, nur wer insbesondere über metallische Rohstoffe verfügen konnte, war in der Lage, Eroberungskriege zu führen und dadurch seine Macht auszudehnen. Sicher ist diese Aussage recht simpel und nicht nur der Besitz von Metallen führte zu Reichtum und Macht, hatte man aber keine derartigen Rohstoffe war der Machtzugang ganz sicher verbaut. Auch der Harz, als einstmals größtes Bergbaugebiet Europas, entwickelte sich im Mittelalter unter den ottonischen und salischen Königen nur zur Wiege des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation, weil dort große Rohstofflagerstätten die Machtbasis darstellten.

Später dann, besonders mit dem Einsetzen der Industriellen Revolution im beginnenden 19. Jahrhundert, begannen energetische, also organische Rohstoffe, eine immer größere Rolle zu spielen – man erkannte den energetischen Nutzen von Erdöl und Kohle als fossile Rohstoffe. Verteilungskriege und Kriege um Zugänge zu Rohstofflagerstätten, traten immer mehr in den Vordergrund, auch wenn die Geschichtsschreiber immer andere Kriegsanlässe benannten.

Heute, in unserer demokratisch legitimierten westlichen Welt, werden Kriege so nicht mehr betitelt. Wir führen heute nur noch Kriege für Frieden und Gerechtigkeit, für Demokratie und Gleichberechtigung und all die anderen Phrasen, um vom Kern des Konfliktpotentials abzulenken.

Die Wahrheit sieht anders aus! Alle Kriege in der Zeit nach dem 2. Weltkrieg waren Stellvertreterkriege, Kriege der Gesellschaftssysteme und Religionen, Kriege um Einflussgebiete und damit letztendlich Kriege um Rohstoffe, deren Lagerstätten und Zugänge dazu. Allerdings wird es in unserer modernen Welt, unserer Informationsgesellschaft, zunehmend schwerer derartige kriegerische Auseinandersetzungen der Bevölkerung zu vermitteln. Außerdem liegen die Rohstoffversorgung sowie auch die Energieversorgung, heute fast ausschließlich in den Händen privatwirtschaftlicher Unternehmen. Und besonders rohstofforientierte Unternehmen zählen zu den fünfzig global Umsatzstärksten: Shell (NL), Exxon Mobil (USA), BP (GB), Sinopec (China), China National Petroleum, Chevron (USA), Conoco Phillips (USA), Total (FR), Gazprom (Russland), Glencore (CH), E.ON (D) und Eni (I) gehören zu den zwanzig Umsatzstärksten weltweit. Eine unvorstellbare Präsenz an Geld und Macht, zwölf der zwanzig umsatzstärksten Unternehmen stammen aus der Rohstoff-Branche. Dazu einige wenige Zahlen aus dem Jahr 2011: Gesamtumsatz – 3 416 Milliarden USD (Deutschland hatte im Jahr 2010: 3 537 Milliarden USD Bruttoinlandsprodukt); Gesamtbeschäftigungszahl etwa 3 762 Millionen; Gesamtgewinn zirka 230 Milliarden USD. ...

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