Kopfgrafik - Buch der Energie von Bernd Sternal  

14. Fracking
 
 
 
 
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Ich habe im Vorfeld die Materie der Tiefenbohrungen angeschnitten, ohne die eine Nutzung der Geothermie nicht möglich wäre. Darum möchte ich in diesem Kapitel eine fragwürdige Technologie behandeln, die Fracking genannt wird. Eigentlich heißt diese Technologie „Hydraulic Fracturing“, was so viel heißt wie hydraulisches Aufbrechen/Aufreißen.

Es ist eine geologische Tiefbohrtechnik, deren Zweck es ist, die fossilen Rohstoffe Erdöl und Erdgas, zu gewinnen. Dazu werden in die Bohrlöcher Flüssigkeiten mit sehr hohem Druck eingepresst, die in der Erdkrustenschicht, in die sie eingepresst werden, Risse erzeugen und diese destabilisieren. Ziel ist es, die Gas- und Flüssigkeitsdurchlässigkeit in den Gesteinsschichten so zu erhöhen, sodass ein wirtschaftlicher Abbau von Bodenschätzen ermöglicht wird. Insbesondere im Bereich der kommerziellen Erdgasgewinnung, hat die Fracking-Technik in den USA seit zirka 1940 Tradition.

Um den beabsichtigten Fracking-Effekt zu erzielen, werden große Mengen von Frackfluiden über die Tiefenbohrung in die zu destabilisierenden Gesteinsschichten gepresst. Dabei muss der Einpressdruck, im zu frackenden Bereich, größer sein als die anliegende Spannung des Gesteins. Nachdem so das Gestein durch feine Risse „aufgesprengt“ wurde, wird versucht möglichst viel der eingepressten Fracking-Flüssigkeit zurück zu pumpen. Den Fluiden wird beim Einpressen Sand beigemischt, der in den Gesteinsschichten verbleibt, um die Risse offen zu halten. Um das gelöste Erdgas dann fördern zu können, müssen um die Fracking-Bohrung zahlreiche weitere Tiefenbohrungen gesetzt werden.

Als Fracking-Fluid wird Wasser eingesetzt, dem die verschiedensten chemischen Substanzen, sogenannte Additive, beigemischt werden und diese haben es teilweise in sich: Gelee auf biologischer Basis – zur Viskositätserhöhung; Schäume auf CO2- oder Stickstoffbasis – zum Sandtransport; verschiedene Säuren – zur Lösung von Mineralen; Korrosionsschutzmittel; Biozide, Reibungsminderer und so weiter. Viele dieser Additive sind nur den Fracking-Unternehmen bekannt, über die von ihnen verursachten Langzeit- und Nebenwirkungen wissen wir fast nichts. Einige dieser Additive sind als toxisch einzuschätzen und die Gefahr, dass sie ins Grundwasser gelangen können, ist erheblich.

Obwohl Fracking in den USA schon seit Jahrzehnten betrieben wird, ist über die Aus- und Nebenwirkungen sehr wenig bekannt oder wird bewusst zurückgehalten. Besonders in der Diskussion stehen: Verunreinigung des Grundwassers, Entsorgung der zurückgepumpten Fluide sowie der Bohrschlämme, verursachte Instabilitäten der Fracking-Schichten und Erdbeben sowie mögliche Vegetations- und Klimaschäden durch unkontrolliert austretende Gase. Ich möchte mich hier nicht an diesen Diskussionen beteiligen – mir, wie auch den allermeisten Diskutanten, fehlen die wissenschaftlichen Fakten.

Dies gilt auch für das in den USA auftretende „entzündliche Wasser“. Der im Jahr 2010 von Josh Fox gedrehte und vielfach ausgezeichnete Dokumentarfilm „Gasland“ widmet sich ausführlich der Thematik. Seitdem ist in den USA das Thema der möglichen Verunreinigung von Grundwasser durch Methan, in Folge von Hydraulic Fracturing, kontrovers diskutiert worden. Gezeigt wird in dem Film unter anderem, dass die Konzentration des Gases in Wasserleitungen so hoch sein kann, dass sich das Wasser aus dem Wasserhahn mit einem Feuerzeug entzünden lässt. Das ist natürlich chemisch/physikalisch falsch, denn nicht das Wasser lässt sich entzünden, sondern das Gas, das dem Wasser entweicht, sobald es in Verbindung mit dem Sauerstoff der Raumluft tritt. Eine äußerst gefährliche Konstellation, denn zum Entzünden solchen Gas-Luftgemisches bedarf es keines Feuerzeuges, schon ein elektrischer Funke, eine Kerze oder eine Zigarette, können eine Explosion auslösen. Über die Ursachen des Methans im Trinkwasser wird noch heftig gestritten, es scheint aber ein Zusammenhang mit Fracking-Aktivitäten nicht mehr zu leugnen zu sein.   ...

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